CulturClubMalsch e.V. Kleinkunst, Musik und Literatur
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Literatur - Stammtisch

Liebe Literatur-Freunde

Bei unseren Literaturstammtischen treffen sich Bücherwürmer und Leseratten,
um sich auszutauschen und Anregungen zu interessanten Büchern weiterzugeben.
Hin und wieder laden wir Autoren und Buchändler ein, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ein fester Termin für alle, die Bücher mögen!

Zum Literatur-Stammtisch sind alle eingeladen, die ihren Lieblingsautor oder ihr Lieblingsbuch vorstellen möchten, oder sich einfach für Literatur interessieren.
Treffpunkt: im Evangelischen Gemeindezentrum in der Melanchthonstrasse jeweils Donnerstags 19 Uhr (siehe "aktuelle Termine")
 

aktuelle Literatur - Infos:

Robert Menasse - Gewinner des Deutschen Buchpreises 2017

 

In Brüssel laufen die Fäden zusammen - und ein Schwein durch die Straßen.

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europaischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an - die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das fur Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; »zu den Akten legen« wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen - für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham. Der Roman ist auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2017.

Biografie

Robert Menasse wurde am 21. Juni 1954 in Wien geboren. Menasse studierte in Wien, Salzburg und Messina Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft und promovierte 1980. Von 1981 bis 1988 arbeitete er an der Universität Sao Paulo in Brasilien als Assistent am Institut für Literaturtheorie. Seither ist der Schriftsteller und Essayist als freier Publizist tätig. 1990 wurde Robert Menasse als erster mit dem Heimito-von-Doderer-Preis ausgezeichnet. Der Schriftsteller, der auch als Übersetzer aus dem brasilianischen Portugiesisch arbeitet, lebt in Wien und Amsterdam. 2002 wurde er mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis, dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und dem Lion-Feuchtwanger-Preis sowie 2003 mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet. 2017 erhielt er zudem den Deutschen Buchpreis.

 

Literatur - Nobelpreis 2017

Kazuo Ishiguro – Der begrabene Riese

 

Britannien im 5. Jahrhundert: Nach erbitterten Kriegen zwischen den Volksstämmen der Briten und Angelsachsen ist das Land verwüstet. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Außenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat, in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung.

Biografie (Kazuo Ishiguro)

Kazuo Ishiguro, geb. 1954 in Nagasaki, kam 1960 nach London, wo er Englisch und Philosophie studierte. 1995 wurde ihm der Cheltenham Prize verliehen und 2006 der Belletristikpreis der 'Zeit'. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 28 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt mit Frau und Kind in London. 2006 erhält er den Corine-Preis.

Biografie (Barbara Schaden)

Barbara Schaden, Jahrgang 1959, studierte Romanistik und Turkolgoie in Wien und München. Nach ein paar Jahren in der Filmbranche und im Verlagslektorat seit 1992 freiberufliche Übersetzerin, u.a. von Patricia Duncker, Margaret Atwood, Nadine Gordimer, Jean-Claude Guillebrand, MaurizioMaggiani, Fleur Jaeggy, Kazuo Ishiguro und Cindy Dyson.

 

Der österreichische Dramatiker

Ferdinand Schmalz

hat für

mein lieblingstier heißt winter

den Ingeborg-Bachmann-Preis

2017 gewonnen.

Ferdinand Schmalz (*1985 in Graz als Matthias Schweiger) ist ein österreichischer DRamatiker, Prosaist und Theaterwissenschaftler. Ferdinand Schmalz wuchs in Admont in der Obersteiermark auf. Er studierte Theaterwissenschaft und Philosophie in Wien. Am Schauspielhaus Wien und Schauspielhaus Düsseldorf war Schmalz als Regieassistent tätig. Er ist Mitglied im freien Kollektiv „mulde_17“ und ist Mitbegründer des Festivals „Plötzlichkeiten“, das im Juni 2012 im Theater im Bahnhof Graz erstmals stattfand. Für das Schauspielhaus Graz, Schauspiel Leipzig und das Schauspielhaus Zürich entstanden Auftragswerke. Ferdinand Schmalz lebt in Wien.

Literatur - Tipps

Auf dieser Seite möchte der CulturClubMalsch besondere Bücher und Autoren vorstellen -

Kommen auch Sie zum Literatur - Stammtisch des CulturClubMalsch und stellen Sie Ihre Lieblingsbücher und Autoren vor!

Kruso von Lutz Seiler

empfohlen von Carmen Schäufele

 

Als seine Freundin verunglückt und er in ein tiefes Loch zu stürzen droht, beschließt Edgar Bendler, nach Hiddensee zu fliehen - auf jene legendenumwobene Insel, die schon vielen Gestrandeten als Zuflucht diente. Er wird Abwäscher im Klausner, einer Kneipe hoch über dem Meer, und lernt Alexander Krusowitsch kennen - Kruso. Eine schwierige, zärtliche Freundschaft beginnt. Von Kruso, dem Meister und Inselpaten, wird Ed eingeweiht in die Rituale der Saisonarbeiter und die Gesetze ihrer Nächte. Nach und nach erschließen sich ihm die Geheimnisse der Insel und des Klausners. Als Ed schon glaubt, wieder einen Platz im Leben gefunden zu haben, erschüttert der Herbst 89 das fragile Gefüge der Inselbewohner. Am Ende steht ein Kampf auf Leben und Tod - und ein Versprechen.

Inselabenteuer und Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft - Lutz Seilers preisgekrönter Roman schlägt einen Bogen vom Sommer 89 bis in die Gegenwart. Die einzigartige Recherche, die diesem Buch zugrunde liegt, folgt den Spuren jener Menschen, die bei ihrer Flucht über die Ostsee verschollen sind, und führt uns dabei bis nach Kopenhagen, in die Katakomben der dänischen Staatspolizei.

Biografie

Lutz Seiler, geboren 1963, lebt und arbeitet als Schriftsteller in Wilhelmshorst bei Berlin. Er erhielt u.a. den Kranichsteiner Literaturpreis (1999) und 2007 den Bachmannpreis. Für seinen Roman "Kruso" erhielt er den Uwe-Johnson-Preis sowie den Deutschen Buchpreis(2014).

 

Altes Land von Dörte Hansen

empfohlen von Carmen Schäufele

 

Das »Polackenkind« ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen - und wo Annes Mann eine andere liebt.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Biografie

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Hamburg.

Ausser sich von Sasha Marianna Salzmann

 

 

Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul - ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche - nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht.
Wer sagt dir, wer du bist? Davon und von der unstillbaren Sehnsucht nach dem Leben selbst und seiner herausfordernden Grenzenlosigkeit erzählt Sasha Marianna Salzmann in ihrem Debütroman Außer sich. Intensiv, kompromisslos und im besten Sinn politisch.

Der Roman ist auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2017.

Gehen, Ging, Gegangen von Jenny Erpenbeck

 

Wie verträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätig- keit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die Begegnung mit den Flüchtlingen auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Männern aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiss womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.

 

Widerfahrnis von Bodo Kirchhoff - Dt. Bücherpreis 2016

 

Reither, bis vor kurzem Kleinverleger, hat ein Buch ohne Titel in der Bibliothek endeckt; auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und die klingelt abends an seiner Tür. Noch in der selben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien.

Die ihn an die Hand nimmt, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch mehr verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die grosse Liebe vorbereitet sind. Als dann nach drei Tagen am Mittelmeer das Glück über sie hereinbricht, schliesst sich ihnen ein Mädchen an, das kein Wort redet, nur da ist ...

Als Gacko einst das Mammut jagte  von Ulrich Behne

 

empfohlen von Werner Siebold

 

Namenkunde ist eine spannende Angelegenheit. Sie handelt nicht nur von Sprache, sondern auch von der Landschaft und deren Geschichte. Steinzeitjäger durchstreiften die Region; ihnen folgten nach Ende der Eiszeit Menschen aus dem Mittelmeerraum. Später bewohnten Kelten, Römer, Alemannen und Franken unsere Heimat.
Nachdem zunächst nur den Mündungstrichter der Murg bis Rotenfels besiedelt worden war, wagte man sich im hohen Mittelalter weiter in die sumpfige Auenlandschaft bis Gernsbach vor. Die Pioniere gründeten Dörfer und gaben ihnen und den angrenzenden Gewannen Namen. Sie stießen aber auch – wie die Untersuchung erstmalig feststellt – auf Namen von Bächen und Auen, die bereits seit Urzeiten der Landschaft anhafteten, aber jetzt mit Sprachelementen der fränkischen Siedler verbunden wurden. Beispiele sind Gaggenau und Ottenau, die in den meisten Chroniken und Handbüchern bisher als Auen eines „biederen Landsiedel Gacko“ und eines „Grafen Otto“ gedeutet wurden.
Um solche und andere Fragen zu klären, studierte Ulrich Behne alte Sagen, Heimatbücher und wissenschaftliche Fachliteratur. Er nahm Kontakt mit Sprachwissenschaftlern, Heimatforschern und Geografen auf. ... Man kann das Werk aber auch mit Hilfe mehrerer Verzeichnisse als Handbuch oder Nachschlagewerk benutzen. Etwa vierzig meist farbige Fotos, Gemälde, Zeichnungen und Skizzen laden ein, das Buch in die Hand zu nehmen.

 

Der letzte Tango des Salvador Allende von Roberto Ampuero

empfohlen von Agnes Grässer

 

Ein ehemaliger CIA-Agent fährt nach Chile, um dort den früheren Geliebten seiner Tochter zu finden. Das Tagebuch des Mannes, der in den letzten Monaten Salvador Allendes Koch und Freund war, soll ihn auf die Spur führen.

Roberto Ampuero, 1953 in Valparaíso, Chile geboren, ist einer der erfolgreichsten Autoren seines Landes. Nach Aufenthalten in Kuba, der DDR und der BRD lebte er lange Jahre in den USA, wo er an der University of Iowa lehrte. Seit 2012 ist er chilenischer Botschafter in Mexiko. Sein Werk, in zahlreiche Sprachen übersetzt, wurde mehrfach ausgezeichnet. »Der letzte Tango des Salvador Allende« stand wochenlang auf Platz 1 der chilenischen Bestsellerlisten.

Als die Sonne im Meer verschwand von Susan Abulhawa

 

In einem malerischen Dorf in Palästina wachsen die Geschwister der Familie Baraka auf. Doch an einem Tag im Jahr 1948 geht ihre Kindheit jäh zu Ende. Israelische Soldaten stecken ihr Haus in Brand und zwingen sie gewaltsam zur Flucht. Nazmiyya versucht, dem Leid der Flüchtlingslager zu trotzen, Mamduh zieht bis ans andere Ende der Welt. Sie verlieren ihre Familie, ihre Heimat und einander - nie aber die Hoffnung. Und Hoffnung ist es auch, die sechzig Jahre später Mamduhs Enkelin aus Amerika nach Gaza führt ...

 

Biografie (Susan Abulhawa):

 

Geboren als Kind palästinensischer Flüchtlinge wuchs Susan Abulhawa in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf. Als Teenager ging sie in die USA, wo sie heute gemeinsam mit ihrer Tochter lebt. Die Autorin engagiert sich aktiv für die Menschenrechte und die Lebensumstände von palästinensischen Kindern in besetzten Gebieten.

Die Sirenen von Belfast von Adrian McKinty

 

Der prüfende Blick unter den Wagen gehört zu Sean Duffys Morgenritual. Im Nordirlandkonflikt stehen Autobombenanschläge auf der Tagesordnung, und als katholischer Bulle ist er die perfekte Zielscheibe der IRA. Als er und sein Kollege McCrabban auf einem verlassenen Firmengelände in Belfast einen tiefgekühlten Torso finden, ist für ihre Vorgesetzten die Sache klar: Der Konflikt hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Wie immer glaubt Duffy nicht an einfache Lösungen und gräbt tiefer. Eine heiße Spur führt ihn in die USA, doch als sich in Nordirland die Lage zuspitzt, wird Duffy plötzlich das wahre Ausmaß des Falles klar ...

Ein Torso in einem Koffer, ein tätowierter Hautfetzen und eine teuflisch schöne Witwe - Detective Sergeant Sean Duffy ist zurück mit einem Fall, der ihn tief in die Wirren des Nordirlandkonflikts zieht. Er stößt auf skrupellose Geldgeschäfte und familiäre Abgründe. Bald schon wird er selbst Opfer seiner Ermittlungen.

 

Biografie (Adrian McKinty):

 

Adrian McKinty, geboren 1968, wuchs in Carrickfergus in der Nähe von Belfast auf. An der Oxford University studierte er Philosophie, dann übersiedelte er nach New York. Sechs Jahre lebte und arbeitete er in Harlem, u. a. als Wachmann, Vertreter, Rugbytrainer, Buchhändler und Postbote. 2001 zog er nach Denver, seit 2008 wohnt er mit seiner Familie in Melbourne.

 

Khaled Hosseini

Der Weltbestseller vom Autor von Drachenläufer und Traumsammler

Mariam ist fünfzehn, als sie aus der Provinz nach Kabul geschickt und mit dem dreißig Jahre älteren Schuhmacher Raschid verheiratet wird. Jahre später erlebt Laila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Als ihre Familie bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, wird sie Raschids Zweitfrau. Nach anfänglichem Misstrauen werden Mariam und Laila zu engen Freundinnen. Gemeinsam wehren sie sich gegen Raschids Brutalität und planen die Flucht

Ein ergreifender Roman über das Schicksal zweier Frauen in Afghanistan, wie ihn nur einer schreiben kann: der große Geschichtenerzähler Khaled Hosseini.

 

Biografie (Khaled Hosseini):

 

Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul als Sohn eines Diplomaten geboren. Seine Familie erhielt 1980 in den Vereinigten Staaten politisches Asyl. Er lebt heute als Arzt und Autor in Kalifornien. Sein Roman Drachenläufer erschien in 40 Sprachen mit einer Weltauflage von 12 Millionen Exemplaren und wurde 2007 mit großem Erfolg von Marc Forster verfilmt.

Dominic Musa Schmitz

Ich war ein Salafist

 

Er begleitete den Salafisten-Prediger Pierre Vogel auf der Pilgerfahrt nach Mekka, war die rechte Hand des Islamisten-Führers Sven Lau: Dominic Musa Schmitz konvertierte als 17-Jähriger zum Islam und war tief in den Zirkeln der deutschen Salafisten-Szene verankert. Mit professioneller Propaganda warb er neue Anhänger, einige seiner Brüder kämpften für den "Islamischen Staat". Doch als er seinen besten Freund, einen Nicht-Muslim, im Namen Allahs verstoßen muss, beginnt er sich Fragen zu stellen. Kann ein Glaube mit so vielen Dogmen richtig sein? Schritt für Schritt löst er sich von seinen radikalen Brüdern. In seinem Buch erzählt Dominic Musa Schmitz, warum ein radikaler Islam für junge Deutsche attraktiv ist, wie er die Zeit in Salafisten-Kreisen erlebte: geprägt von Hass, bigotter Heuchelei und dem unbedingten Willen zum Gehorsam.
Dieser hochaktuelle Bericht eines ehemaligen deutschen Salafisten zeigt dem Leser aus nächster Nähe, was junge Erwachsene dazu bewegt, sich zu radikalisieren, und wie das gefährliche Salafisten-Netzwerk - mitten unter uns - funktioniert.

Geoff Dyer – But Beautiful

 

Lester Young fading away in a hotel room; Charles Mingus storming down the streets of New York on a too-small bicycle; Thelonius Monk creating his own private language on the piano...In eight poetically charged vignettes, Geoff Dyer skilfully evokes the embattled lives of the players who shaped modern jazz. He draws on photos and anecdotes, but music is the driving force of But Beautiful and Dyer brings it to life in luminescent and wildly metaphoric prose that mirrors the quirks, eccentricity, and brilliance of each musician's style.

Verlag ABACUS 226 S. UK L7.99 CAN $17.95

bei Fischer auch auf Deutsch erhältlich ISBN 3-596-15314-x (modernes Antqu.)

Thomas Willmann
Das finstere Tal
Roman 315 Seiten Ullstein Verlag

Einen Fremden bekommen sie nicht oft zu Gesicht, die Bewohner des engen Tales hoch oben in den Alpen. Und so reagieren sie denn auch äusserst abweisend, als kurz vor Wintereinbruch ein junger Mann mit einem Maultier in ihr winziges Dorf kommt. Er stellt sich als Maler vor und bittet um Unterkunft. Die Dorfbewohnen sind misstrauisch, denn bald wird der Schnee ihm den Rückweg in die Ebene abschneiden und ihn dazu zwingen den ganzen Winter bei ihnen zu verbringen. Dann fällt das erste Weiss und macht die Abgeschiedenheit des Tales vollkommen. Doch die Dinge geraten aus ihrem gewohnten Gang, als zwei Männer bei dramatischen Unfällen zu Tode kommen. Und als klar wird, wer hinter den scheinbar zufälligen Todesfällen steckt, ist es längst zu spät, den folgenden Sturm der Gewalt noch aufzuhalten.  (aus dem Klappentext)

Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
Roman 563 Seiten Suhrkamp 2005

Als sich der zehnjährige Daniel Sempre, der allein mit seinem Vater im grauen Barcelona der Franco-Ära lebt, auf dem geheimen <<Friedhof der vergessenen Bücher>> ein Buch aussuchen darf, greift er nach einem verstaubten Exemplar von "Der Schatten des Windes". Daniel ist fasziniert von dem Buch und macht sich auf die Suche nach seinem Autor, einem gewissen Julian Carax, von dem keiner zu wissen scheint, ob er noch lebt oder was ihm widerfahren ist. Mit den Jahren gerät Daniel immer mehr in den Bann dieser mysteriösen Gestalt, und die Menschen, denen er begegnet, und eine Frauen, in die er sich verliebt, scheinen nur Figuren in einem Spiel, dessen Regeln er nicht kennt. Fast ist es, als ob sich die vergangene Geschichte in seinem eigenen Leben wiederhole, das von den Schatten furchtbarer Ereignisse verdunkelt zu werden droht.

Jaume Cabré                                                         

Die Stimmen des Flusses                                        

Roman 666 Seiten Suhrkamp 2004                                                     
Ein großer, dramatischer Roman über das engverflochtene Schicksal einer Handvoll Menschen, die der Spanische Bürgerkrieg zu Gegnern und zu Liebenden macht. Seit Carlos Ruiz Zafóns Der Schatten des Windes hat es keinen Roman aus Spanien gegeben, der seine Leser so in den Sog einer faszinierenden Geschichte zieht wie dieser. Was geschah wirklich am 18. Oktober 1944 in dem Pyrenäenort Torena? Als Tina Bros sechs Jahrzehnte später in der alten Dorfschule ein hinter der Schiefertafel verborgenes Tagebuch entdeckt, ahnt sie nicht, daß sie an Dinge rührt, die in ihrer Verquickung aus Schuld und Scham, aus Leidenschaft und Fanatismus das ganze Drama einer schlimmen Zeit spiegeln. Noch weniger ahnt sie, daß der Schatten von damals bis in ihre eigene Gegenwart ragt. In den Händen hat sie die Lebensgeschichte des Dorfschullehrers Oriol Fontelles – einen langen Brief an seine Tochter, der diese nie erreicht hat, die Bitte, von ihr und der Nachwelt nicht verurteilt zu werden. Tina, deren eigenes Leben in Unordnung geraten ist, setzt alles daran, herauszufinden, was damals tatsächlich geschah. Sie erfährt von Oriols tragischer Liebesbeziehung zu der schönen und mächtigen Elisenda Vilabrú, deren Vater und Bruder zu Beginn des Bürgerkriegs von Anarchisten ermordet wurden, davon, wie Elisenda in ihrem Bedürfnis nach Rache alle Fäden zieht und wie ihr Geliebter Oriol Fontelles als heimlicher Widerständler ein gefährliches Doppelspiel beginnt, das in der Dorfkirche von Torena sein schicksalhaftes Ende findet. Für Tina Bros jedoch ist die Geschichte nicht beendet, denn alter Haß und alte Leidenschaften gären weiter, die Vergangenheit ist nicht vergangen. Jaume Cabré ist ein Meister der Dramatik: Wie im Film wechseln die Szenen in raschem Schnitt, die Stimmen der Protagonisten lösen einander ab, und das ungeheuerliche Geschehen erschließt sich dem Leser, als wäre er selbst dabei. Er liest die bewegende Geschichte von kleinlicher Bosheit und heimlicher Größe, von mörderischem Haß, von Liebe und Verrat und davon, wie die Mächtigen die Geschichte schreiben. Cabrés Roman schreibt mit kraftvoller Stimme dagegen an.

Achille Mbembe
Kritik der schwarzen Vernunft


aus dem Französischen v. M. Bischoff
Surhkamp Verlag Berlin, 332 S. 28€
Rassismuskritik
Achille Mbembe, Virtuose der akademischen Vernunftkritik, analysiert die Erfindung des „Negers“, des Menschenmaterials, im Kapitalismus.

 

2015-03-16 TAZ Achille Mbembe "Kritik der Schwarzen Vernunft"
20150316_TAZ Mbembe Achille.pdf
PDF-Dokument [2.0 MB]

Thomas Brussig
Am kürzeren Ende der Sonnenallee.
Fischer Taschenbuch Verlag

 

Am kürzeren ende der Sonnenallee wohnt Micha Kuppisch - gleich neben der Mauer. Wenn er aus der Haustür tritt, hört er die Rufe westlicher Schulklassen vom Aussichtspodest. "Guckt mal, 'n echter Zoni!." Doch Micha macht sich nichts daraus, er hat eine andere Sorge: Miriam. Sie ist das schönste Mädchen weit und breit, doch leider schon vergeben. Und so grübelt Micha tagein und tagaus, wie er es anstellen könnte in Miriams Nähe zu sein.
Pointenreich erzählt Thomas Brussig, wie im Schatten der Mauer auch die Sonne schien. Micha, Miriam und die anderen lieben und lachen, tricksen und träumen. Sie schmieden Pläne, wie man einen Liebesbrief hervorangelt, den der Wind in den Todessteifen geweht hat. Sie hören Jimi Hendrix und lesen Satre, sie schaffen sich erfindungsreich eine eigene Welt
.

Daniel Woodrell
Der Tod von Sweet Mister
Liebeskind Verlag

Ein Sommer wie ein schleichender Übergang ins Verhängnis. Der dreizehnjährige Shug Akins wächst auf dem weiten Ozark-Plateau im Süden Missouris heran, ein Aussenseiter inmitten der maroden Sehnsüchte des amerikainschen Hinterlandes. Seine Mutter Glenda, eine verblühende Schönheit, hängt an der Flasche, während sein Vater Red die Familie tyrannisiert. Als Red beginnt, Shug zu Einbrüchen anzustiften, gerät das labile Gleichgewicht ins Schwanken, Shug lernt zu stehlen, zu lügen - und aufzubegehren. Gerade da taucht Jimmy Vin Pearce auf, mit seinem grünen Ford Thunderbird und der Verheissung auf eine andere, bessere Welt. Doch als Glenda sich mit ihm einlässt, entlädt sich ein lange unterdrücktes Gemisch aus Eifersucht und Hass, und der Traum von der Lebensflucht wird zur tödliche Falle.

Javier Marias
Die sterblich Verliebten
S. Fischer Verlag

Luisa und Miguel sind das perfekte Paar, das weiss vor allem Maria. Seit langem beobachtet heimlich die Liebenden. Jeden Morgen sitzen sie, bevor jeder seinem Tagewerk nachgeht, in demsleben Café. Luisa und Miguel, um ihre Zweisamkeit für einen kurzen Moment zu geniessen. Maria, um sich an dem Glück der anderen zu erfreuen. Doch dann geschieht etwas schreckliches: Miguel wird Opfer eines sinnlosen Verbrechens und Maria gerät in einen Irrgarten aus Ahnungen und Verdächtigungen. Genial hält Javier Marias den Leser im Ungewissen und schafft so ein fesselndes Vexierspiel von Wahrheit und Lüge, in dem die Liebe und der Tod untrennbar miteinander verbunden sind.

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